Es grünt so grün...
Die Story ist bekannt: Professor Higgins nimmt das Blumenmädchen Eliza bei sich auf und macht mit ihr ein Experiment: Von der Straßengöre durch Sprachunterricht zur feinen Dame. Das auf dem Bühnenstück „Pygmalion“ von George Bernard Shaw basierende Musical ist seit der Premiere 1956 in New York von den Bühnen der Welt nicht mehr wegzudenken. Schon einmal, 1961, war das Broadway-Musical in Berlin ein Straßenfeger: Im Theater des Westens erlebte es seine deutsche Erstaufführung. Von Robert Gilbert schlau ins Berlinische übersetzt, waren Paul Hubschmid und Karin Hübner die richtige Besetzung, um dem Stück zu sensationellem Erfolg zu verhelfen.
Jetzt erlebt die alte Dame im ehemaligen Metropol-Theater, das als Admiralspalast wie Phoenix aus der Asche gestiegen ist, ihre Renaissance. Es ist die erste große Eigenproduktion, für die sich das Haus an der Friedrichstraße entschieden hat. Der Regisseur Peter Lund, der sich bereits einen guten Namen an der Neuköllner Oper gemacht hat, hat mit Franziska Foster eine resolute Eliza gefunden, die Professor Higgins Daniel Morgenroth, bekannt aus vielen Rosamunde Pilcher-Verfilmungen, ein schweres Stück Arbeit beschert, bevor die Metamorphose zur Dame glückt. Auch die anderen Rollen sind brillant besetzt: Udo Kroschwald mimt Alfred P. Doolittle, Elizas Vater; Dagmar Biener ist die Haushälterin Mrs. Pierce und Dennis Jankowiak brilliert als Liebhaber Freddy. Nachdem es gehörig entstaubt wurde, kommt das Musical jetzt als grandiose Komödie wieder auf die Bühne. Und nach wie vor ist es das Märchen von Aschenputtel, das mit einer gehörigen Portion Kapitalismuskritik einhergeht. Dem Premierenpublikum hat die Neuinszenierung gefallen, es hat die moderne Fair Lady mit offenen Armen empfangen.
Zur Premiere im Admiralspalast am 31. Juli wurden die prominenten Gäste von den Fahrern von Valet Parking & More in der Phaeton-Flotte von Volkswagen geleitet.


