Ein Preis zur Stärkung der Menschenwürde.
Der erfolgreiche Unternehmensberater Roland Berger hat ein Lebensmotto: „You learn, you earn, and then return.“ Also gründete er eine Stiftung, die zukünftig jährlich den mit einer Million Euro dotierten „Roland-Berger-Preis für Menschenwürde“ verleihen wird. Roland Berger begründete seine Überlegungen, die zur Stiftungsgründung führten, mit eigenen Erfahrungen. „Ich habe selbst erlebt, wie Menschenwürde mit Füßen getreten wurde“. Sein Vater wurde während des Dritten Reiches von der Gestapo überwacht und 1944 inhaftiert.
Am 24. November wurde diese höchst dotierte Ehrung zu ersten Mal im Konzerthaus am Gendarmenmarkt vergeben. Ziel der Ehrung ist es, auf die häufige Verletzung von Menschenrechten weltweit aufmerksam zu machen. Schirmherr der Veranstaltung war Bundespräsident Horst Köhler, der bei seiner Laudatio erkannte: „Die Menschenwürde hat keinen Preis. Aber Menschen, die sich für sie einsetzen, können sehr wohl ausgezeichnet werden“.
Als erste Preisträgerin wurde vom Komitee, dem u.a. Friedensnobelpreisträger Kofi Annan, Muhammed Yunus sowie Ex-Außenminister Joschka Fischer angehören, die Kambodschanerin Somaly Mam ausgezeichnet. Sie hat 1997 mit ihrem Mann Pierre Legros die international agierende Organisation Somaly Mam Foundation gegen Kinderprostitution und Menschenhandel gegründet, die sich gemeinsam mit anderen Organisationen gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und Frauen in Asien und weltweit engagiert. Somaly Mam hatte selbst unsägliches Leid zu erdulden. In ärmlichen Verhältnissen in Kambodscha geboren, musste sie sich selbst schon als Kind prostituieren. Das änderte sich erst, als sie ihren späteren Mann kennen lernte. Heute kämpft sie dafür, dass anderen Frauen und Mädchen ihr Schicksal erspart bleibt.
Bei ihrer Danksagung kämpfte Somaly Mam mit den Tränen. Noch im September hatte sie große Probleme, genug Essen für die 200 aus Bordellen befreiten Kinder, denen sie ein Zuhause geschaffen hat, zu kaufen. Jetzt kann sie ihre Arbeit fortsetzen, da das Geld zu keinem besseren Zeitpunkt hätte kommen können.
Der Preisverleihung, die von Sabine Christiansen moderiert wurde, wohnten zahlreiche prominente Persönlichkeiten bei: Maybritt Illner und ihr Lebensgefährte René Obermann, Ex-Außenminister Joschka Fischer, Friede Springer, Florian Langenscheidt und Maria Elisabeth Schaeffler machten durch ihre Anwesenheit deutlich, wie wichtig ihnen das Engagement für die Menschenrechte ist.
Preisträger und Gäste wurden von den Fahrern von Valet Parking & More betreut, die sowohl mit VW Phaeton als auch mit Multivans für die bequeme An- und Abfahrt zuständig waren.


